Leitbild

Präambel

Im Zentrum unserer Arbeit steht der Mensch. Wir verpflichten uns, sein Leben und seine Würde zu schützen, indem wir die Menschenrechte berücksichtigen. Unser Schwerpunkt liegt in der Stabilisierung der Gesundheit sowie dem Schutz vor Ausschluss aus der Gesellschaft. So wollen wir unseren Patienten/Patientinnen würdige Lebensbedingungen ermöglichen.

Wir bieten eine Substitutionsbehandlung an, wenn es einer Person nicht mehr von sich aus möglich ist, sich aus der Opiatabhängigkeit zu lösen. Unsere Arbeit ist Ausdruck einer ethisch-moralischen, aber auch einer politischen Verantwortung, wobei sich letztere aus den gesetzlichen Verfügungen des Bundes und des Kantons Bern ableitet.

Unsere Identität

Die Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen, kurz ARUD, ist ein Verein mit Sitz in Biel. Er verwaltet die Suprax, Zentrum für ambulante Suchtbehandlung.

Unsere grundsätzlichen Ziele

Unsere Arbeit zielt darauf ab, den Patienten/die Patientin sowohl medizinisch als auch psychosozial zu stabilisieren und es ihm/ihr so möglich zu machen, sich von der Drogenszene zu entfernen und die Abstinenz anzustreben.

Unsere Arbeitsweise

Innen

Wir fördern eine offene Kommunikation und die Interprofessionalität  in der Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Sozialarbeitenden, Pflegepersonal und Administrationspersonal. 

Aussen

Wir arbeiten eng vernetzt mit den Institutionen im Raum Biel zusammen, die unsere PatientInnen in anderen Bereichen betreuen. Zudem tauschen wir uns gesamtschweizerisch mit Institutionen im Sucht- bzw. Substitutionsbereich aus und setzen uns mittels Öffentlichkeitsarbeit für die Aufklärung der Bevölkerung und eine Verminderung der Stigmatisierung von suchtmittelabhängigen Menschen ein.

Mit unseren PatientInnen

Die professionellen Beziehungen mit unseren Patienten/Patientinnen basieren auf Wertschätzung und gegenseitigem Respekt. Wir vermitteln klare Regeln und arbeiten zielgerichtet um unserer Zusammenarbeit mit den PatientInnen einen stabilen Rahmen zu geben.

Unser Angebot

Wir bieten drogenabhängigen Personen, die ihren Konsum stabilisieren möchten eine Substitutionsbehandlung mit medizinischer und pflegerischer Grundversorgung an.

Unsere spezifische Kompetenz beruht auf der Verbindung zwischen fachlichem Wissen im Bereich der Suchtmittelabhängigkeit aus der Perspektive der verschiedenen Berufsgruppen.

An die Patienten und Patientinnen

Durch unsere Substitutionsprogramme versuchen wir ihren Drogenkonsum zu reduzieren. Weitere Angebote dienen der Stabilisierung ihrer physischen und psychischen Gesundheit sowie ihrer sozialen Situation und sollen sie darin bestärken, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken und zu entwickeln.

An die Gesellschaft

Wir tragen dazu bei, dass es  weniger offene Szenebildungen gibt und weniger Abhängige auf der Strasse leben. Zudem erwirken wir durch unsere Behandlungen einen Rückgang der Beschaffungsdelinquenz. Wir behandeln Personen und deren soziale Probleme, und versuchen so, negative Auswirkungen auf die Gesellschaft zu verhindern.

Durch unsere Arbeit vermindern wir die gesellschaftliche Stigmatisierung und Diskriminierung von drogenabhängigen Menschen. wir fördern die Akzeptanz ihnen gegenüber und das Verständnis der Suchtmittelabhängigkeit als Krankheit.

Unsere Einstellung gegenüber der Umwelt

Im Rahmen unserer Arbeit berücksichtigen wir ökologische Aspekte. Wir achten darauf, die Umwelt in höchstmöglichem Mass zu respektieren.

Unsere Finanzierung

Die  Substitutionsbehandlung wird über die Grundversicherung der Krankenkassen finanziert.